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Nach dem Unfall behauptet der andere, ich sei schuld – was jetzt?

Nach einem Verkehrsunfall kann die Situation schnell kompliziert werden. Sie sind überzeugt, dass der andere Fahrer den Unfall verursacht hat. Der Unfallgegner sieht das anders und behauptet plötzlich, Sie seien schuld.

Was passiert jetzt?

Die Schuldfrage sollte nicht allein danach beurteilt werden, wer nach dem Unfall die lauteste Behauptung aufstellt. Entscheidend sind die konkreten Umstände des Unfalls und die vorhandenen Beweise.

Wer entscheidet, wer am Unfall schuld ist?

Bei einem Verkehrsunfall können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Unfallort
  • Fahrtrichtung
  • Geschwindigkeit
  • Verkehrszeichen
  • Vorfahrt
  • Abstände
  • Schäden an den Fahrzeugen
  • Zeugenaussagen
  • Fotos
  • Dashcam-Aufnahmen, soweit rechtlich verwertbar
  • polizeiliche Feststellungen

Bei mehreren beteiligten Fahrzeugen kann außerdem eine Haftungsverteilung in Betracht kommen.

§ 17 StVG sieht vor, dass bei der Schadensverursachung durch mehrere Kraftfahrzeuge unter anderem darauf abzustellen ist, inwieweit der Unfall von den jeweiligen Beteiligten verursacht wurde.

Was sollte ich direkt nach dem Unfall tun?

Wenn es die Situation zulässt, sollten Sie zunächst den Unfallort sichern und Verletzten helfen.

Danach ist es sinnvoll, möglichst viele Informationen zu dokumentieren.

Machen Sie beispielsweise Fotos von:

  • Fahrzeugpositionen
  • Schäden
  • Unfallstelle
  • Verkehrszeichen
  • Fahrbahn
  • Spuren
  • relevanten Sichtverhältnissen

Notieren Sie außerdem die Kontaktdaten von Unfallbeteiligten und möglichen Zeugen.

Sollte ich zugeben, dass ich schuld bin?

Am Unfallort sollten Sie vorsichtig mit Aussagen zur Schuldfrage sein.

Sie können den Unfallhergang schildern. Eine vorschnelle Aussage wie „Ich bin schuld“ kann jedoch später problematisch werden, wenn sich der Sachverhalt anders darstellt.

Auch ein Unfallbericht sollte sachlich ausgefüllt werden.

Was ist, wenn der andere eine völlig andere Version erzählt?

Dann kommt es besonders auf die Beweislage an.

Fotos, Zeugen, Unfallspuren und weitere Unterlagen können dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wenn die Haftpflichtversicherungen unterschiedliche Auffassungen vertreten, kann die Regulierung komplizierter werden.

Gerade bei größeren Schäden oder Verletzungen sollte deshalb geprüft werden, welche Ansprüche tatsächlich bestehen.

Muss ich den Schaden selbst bezahlen?

Nicht automatisch.

Bei einem Verkehrsunfall hängt die Haftung von den Umständen des Einzelfalls ab. Nach dem Straßenverkehrsgesetz können sowohl die Betriebsgefahr eines Fahrzeugs als auch ein konkretes Fehlverhalten relevant sein. Bei mehreren Beteiligten kann die Haftung entsprechend verteilt werden.

Deshalb sollte nicht allein aufgrund der Behauptung des Unfallgegners davon ausgegangen werden, dass Sie den Schaden übernehmen müssen.

Was, wenn die Versicherung des anderen nicht zahlen will?

Wenn die gegnerische Versicherung eine Zahlung ablehnt oder nur einen Teil des Schadens übernehmen möchte, sollte die Begründung genau geprüft werden.

Je nach Unfallhergang können beispielsweise Reparaturkosten, Wertminderung oder weitere Schadenspositionen relevant sein.

Bei einem Streit über die Haftungsquote kann eine verkehrsrechtliche Prüfung sinnvoll sein.

Fazit

Wenn der Unfallgegner behauptet, Sie seien schuld, bedeutet das noch nicht, dass die Sache damit entschieden ist.

Sichern Sie Beweise, dokumentieren Sie den Unfallhergang und vermeiden Sie vorschnelle Schuldeingeständnisse. Bei größeren Schäden oder einer strittigen Haftungsfrage kann es sinnvoll sein, den Unfall rechtlich prüfen zu lassen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft

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